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PIONEER: Türöffner für Städte und Wirtschaft erfolgreich gestartet
03.03.2025 Gemeinsam mit 9 anderen europäischen Hochschulen engagiert sich die BFH für die Stadt der Zukunft. Die Angebote, von denen auch der Kanton Bern profitiert, nehmen jetzt Formen an.
Die Verwaltung digitalisieren und kritische Infrastrukturen vor Cyberangriffen schützen. Ein effizientes Gesundheitssystem sichern und die Energieversorgung transformieren: Mit solchen und ähnlichen Herausforderungen sind Städte und Gemeinden in ganz Europa konfrontiert. Die Hochschulallianz PIONEER fokussiert deshalb auf die Entwicklung von resilienten, sicheren und zukunftsfähigen Städten und Gemeinden.
Neben der BFH sind international erfolgreiche Hochschulen beteiligt, z.B. die Université Gustave Eiffel, die Università IUAV di Venezia und die Technische Hochschule Köln. In Paris fand vom 25. bis 27. Februar 2025 der Kick-off der Allianz statt.
Hochschulallianzen fördern Wettbewerbsfähigkeit
Seit 2020 fördert die EU internationale Allianzen von Hochschulen. Damit will sie die europäischen Hochschulen zukunftsfähig machen, um die internationale akademische und ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit des Kontinents zu stärken.
Die BFH gehört zu den ausgesuchten Schweizer Hochschulen, die an einer der Allianzen teilnehmen. Die Partner freuen sich darüber: «Europa ist viel mehr als nur die Europäische Union. Deshalb ist es so wertvoll, die BFH aus der Schweiz in der PIONEER-Allianz zu haben. Die BFH ist ein gleichberechtigter Partner mit den anderen Hochschulen aus EU-Ländern, die in unserer Allianz Mitglied sind. Ich bin überzeugt, dass die BFH wertvolle neue Perspektiven in die europäische Hochschulzusammenarbeit einbringen wird. Als Fachhochschule bringt die BFH ein grosses Fachwissen in die Entwicklungsarbeit von PIONEER ein», sagt Jouni Koski, Rektor und Exekutivdirektor der Laurea University of Applied Sciences.
Praxisorientierung im Vordergrund
Ziel der Allianz ist es, Kooperationsprojekte zwischen den beteiligten Hochschulen in Ausbildung und Forschung aufzugleisen. In beiden Bereichen sollen Praxispartner*innen wie z.B. Gemeinden oder Unternehmen eng eingebunden werden. Deshalb werden sogenannte Communities in Ausbildung und Forschung zusammen mit den Praxispartner*innen geschaffen, um Projektideen zu entwickeln.
Erste Angebote, für die in Paris die Weichen gestellt wurden, sind unter anderem ein europäischer Studiengang zur Widerstandsfähigkeit von Städten, Vorhaben zu virtueller Lehre sowie zur Forschung im Bereich Sicherheit im Fussgänger*innen- und Radverkehr. Diese Projekte, die von PIONEER-Partnerinstitutionen initiiert wurden, bieten interessierten Akteur*innen die Möglichkeit zur Beteiligung.
Mehrwert für die Städte im Kanton Bern
Ausbildungsangebote im Rahmen von PIONEER sollen «challenge-based» sein, d. h. nahe an der Praxis und an der Forschung. Auf dem Kick-off-Podium präsentierte Marie Peskova (BFH) ein erfolgreiches Beispiel dafür: die Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt Bern im Rahmen des BFH-Ausbildungsmoduls «Smart and Sustainable Capital City Bern». In diesem Projekt entwickelten Studierende gemeinsam mit Stadtvertreter*innen und der Bevölkerung innovative Lösungen für die Stadtentwicklung. Die Stadtverwaltung profitierte insbesondere von den neuen Perspektiven, die durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Studierenden und der Bevölkerung entstanden.
Guillaume Durand, stellvertretender Bürgermeister des 14. Arrondissements von Paris, unterstrich auf dem Podium die wichtige Rolle der Studierenden als glaubwürdige Vermittler*innen. Sie könnten Brücken zwischen verschiedenen Akteur*innen schlagen und so den Dialog sowie die Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung fördern.
Zugang zu Expertise und Fachkräften
Praxispartner im Kanton Bern profitieren mehrfach von PIONEER: Städte oder Unternehmen können sich an Best Practice Austauschen mit Expert*innen gleicher oder ähnlicher Branchen zu konkreten Herausforderungen beteiligen. Sie können Lösungen für ihre Herausforderungen in gemeinsamen Forschungsprojekten entwickeln und die Resultate nutzen. In der Ausbildung können sie mitbeeinflussen, welche Praxiskompetenzen die Fachkräfte erlernen. Ausserdem erhalten sie eine Möglichkeit zur Anwerbung von Fachkräften.